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Die Steigerung des Superlativs: RICHARD LANGE TOURBILLON „Pour le Mérite“ HANDWERKSKUNST

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Eine auf 15 Exemplare limitierte Edition des vierten „Pour le Mérite“-Zeitmessers von A. Lange & Söhne zeigt handwerkliches Können auf höchstem Niveau. Im Gehäuse aus honigfarbenem Gold verbinden sich mit Kette-Schnecke-Antrieb und Tourbillon gleich zwei Komplikationen, de­ren Ziel es ist, höchste Präzision zu erreichen.

Erst im Januar präsentierte die sächsische Manufaktur auf dem Genfer Uhrensalon die Richard Lange Tourbillon mit dem Zusatz „Pour le Mérite“. Diese Auszeich­nung erhielten bei Lange bisher nur vier außergewöhnliche Komplikationen, die mit dem einzigartigen Antrieb über Kette und Schnecke ausgestattet sind. Der ausgeklü­gelte Mechanismus sorgt dafür, dass das Räderwerk über die gesamte Gangdauer mit konstanter Kraft angetrieben wird und die Gangwerte stabil bleiben.

Mit dem Zusatz „HANDWERKSKUNST“ erfährt der von einem historischen Vorbild inspirierte Regulator jetzt noch eine weitere Steigerung: Mit kunstvollen Zifferblatt- und Werksdekorationen demonstrieren die sächsischen Meister weitere eindrucksvolle Facetten ihres traditionsreichen Handwerks. Dagegen steht das Gehäuse aus honig­far­be­nem Gold für das Streben der Marke, den techno­lo­gi­schen Fort­schritt für die anspruchs­vollen Besitzer ei­ner Lange-Uhr nutzbar zu machen. Mit einer Vickers­härte von mehr als 300 HV ist die innovative Goldlegie­rung etwa doppelt so hart wie Gelbgold.

Das aus demselben Material bestehende Zifferblatt wurde mit einer sogenannten Tremblage dekoriert. So nennt sich eine traditionelle Gravurtechnik, bei der ein Faden­stichel in einer schaukelnden Bewegung in acht verschiedenen Richtungen über das Material geführt wird. Auf diese Weise entsteht eine feinkörnige Struktur, die wie eine lebendige Satinierung wirkt. Das Pendant dazu bildet der strahlenförmige Sonnen­schliff auf der Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber, die sich durch den Saphir­glasboden bewundern lässt. Die Sekundenbrücke schließlich erhielt eine aufwändige Reliefgravur. Im Gegensatz zum häufiger anzutreffenden Flachstich wird das Motiv bei dieser Technik aus dem Material heraus­gearbeitet, so dass es als erha­benes Relief stehen bleibt.

Das kleine Kunstwerk wird später mit einem Diamantdeckstein gekrönt, in dem das Tourbillon gelagert ist. Sein patentierter Sekundenstopp ermöglicht ein sekunden­genaues Einstellen der Uhr. Ein runder Ausschnitt im Regulatorzifferblatt gibt den ungehinderten Blick auf das gleich­zeitig krei­sen­de und schwingende System frei. Damit der Betrachter so lange wie möglich Freude an dem mechanischen Schauspiel hat, wurde das daneben angeordnete Stundenzifferblatt angeschnitten. Doch um Punkt sechs Uhr schwingt das fehlende Segment hervor und vervollständigt den Stunden­kreis, bis es um Punkt zwölf ebenso plötzlich wieder verschwindet.

Quelle: Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von A. Lange & Söhne (Lange Uhren GmbH)

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