Deutsches Uhrenportal

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Deutsche Uhrmacherkunst


 

Ruhla liegt im Thüringer Wald, südlich von Eisenach. Diese Mittelgebirgsstadt ist ein traditionelles Zentrum der Uhrenindustrie und der Feinmechanik.

1862 gründeten die Gebrüder Christian und Georg Thiel eine Metallwarenfabrik und begannen um 1892 mit
der Produktion von Taschenuhren. Das Unternehmen wurde stetig erweitert und profilierte sich
zu einem der größten und bedeutendsten Uhrenherstellern Deutschlands.

Ab 1906 begann die Produktion von Herrenarmbanduhren. Von Anfang an wurde viel Wert auf eine rationelle Fertigung gelegt, um preiswert Qualitätsprodukte in großen Stückzahlen herzustellen.

Erst im Jahre 1919 wurde mit der „Thiela” eine Taschenuhr mit 15 Steinen, Kolbenzahnankerhemmung (also Schweizer Ankergang) und Kupplungsaufzug gefertigt.

Zur Verminderung der Krisenanfälligkeit wurde begonnen, Werkzeuge für die Uhrenindustrie und Werkzeugmaschinen für die Werkzeugfertigung selbst zu produzieren. Dafür fanden sich zunehmend Kunden in der allgemeinen Metallindustrie, so dass eine eigenständige Maschinenfabrik entstand. Die Uhrenfertigung blieb aber immer das wichtigste Arbeitsfeld mit einer umfangreichen Produktpalette.

Die Enteignung der Gebrüder Thiel im Jahre 1945 und die Bildung eines volkseigenen Betriebes am 01.05.1952 waren zwei bedeutsame Ereignisse.

Die Nachkriegsproduktion begann mit der Entwicklung von Weckern aus Materialbeständen von Zeitzündern aus der damaligen Rüstungsproduktion. Dieser folgten die Produktionsaufnahme von preiswerten Armbanduhren und Reiseweckern sowie einfachen Damen-, Herren- und Taschenuhren.

Im Jahre 1963 wurde das robuste mechanische Stiftankeruhrwerk Kal. 24 entwickelt.
Insgesamt wurden von diesem Uhrwerk ca. 120 Mio Stück hoch automatisiert gefertigt.

Die ersten analogen Quarzarmbanduhren erschienen 1977, die ersten LCD-Armbanduhren 1979.

In den darauf folgenden Jahren wurden 3 weitere Generationen von analogen Quarzarmbanduhrwerken entwickelt.

Dann kam die Wende. Es begann eine neue geschichtliche neue Etappe der Uhrenindustrie Ruhla’s.

Aus dem Großkonzern Uhrenwerke Ruhla entstanden private, hochspezialisierte Klein- und Mittelbetriebe.
Zu denen zählen u.a. die Firmen Gardé Uhren und Feinmechanik Ruhla GmbH.

Ein völlig neues Sortiment an Uhren und feinmechanischen Erzeugnissen wurde entwickelt.
Besonders intensiv wurde ab 1993 an der Entwicklung einer neuartigen Funkarmbanduhr-Generation gearbeitet.

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