Benzinger x Alexander Shorokhoff GRAND GUILLOCHE ONE: Die Kunst eines Handwerkers im Design eines Künstlers
Benzinger x Alexander Shorokhoff GRAND GUILLOCHE ONE: Die Kunst eines Handwerkers im Design eines Künstlers

Benzinger x Alexander Shorokhoff GRAND GUILLOCHE ONE: Die Kunst eines Handwerkers im Design eines Künstlers

Die Zusammenarbeit zwischen Jochen Benzinger und der Uhrenmanufaktur Alexander Shorokhoff befindet sich in der Fertigungsphase. Das Design der GRAND GUILLOCHE ONE wurde im Detail ausgearbeitet. Derzeit liegt der Fokus auf der handwerklichen Guillochierung des Zifferblatts und seiner einzelnen Bereiche.

Historischer Hintergrund der Guillochierung

Die Guillochierung entstand aus dem Kunstdrechseln, das vom 16. bis 18. Jahrhundert verbreitet war. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden spezielle Guillochiermaschinen entwickelt.
Abraham-Louis Breguet nutzte diese Technik für seine Zifferblätter. Anfang des 20. Jahrhunderts setzte der russische Hofjuwelier Peter Carl Fabergé die Guillochierung als Untergrund für Emaille-Arbeiten ein.

Verwendete Maschinen

Für die GRAND GUILLOCHE ONE werden zwei historische Guillochiermaschinen eingesetzt. Beide arbeiten vollständig mechanisch; als einziges elektrisches Hilfsmittel dient die Beleuchtung.

Jochen Benzinger an der Rundzugmaschine

Das Moiré-Muster des Hauptzifferblatts entsteht auf einer Rundzugmaschine (Rose Engine) der Firma Augenstein aus Pforzheim, Baujahr um 1900. Moiré ist ein feines Muster, das durch die Überlagerung dicht gesetzter Linien entsteht. Beim Guillochieren werden diese Linien in unterschiedliche Richtungen geschnitten. Dadurch ergibt sich ein schimmernder, nahezu dreidimensionaler Effekt, der sich mit dem Lichteinfall verändert.

Eine Musterwelle – die Rosette – wird von einem Taststift abgetastet und überträgt ihre Bewegung mechanisch auf das Werkstück. Für das Moiré-Muster wird eine 24er-Rosette mit 24 Wellenbergen und Wellentälern verwendet.
Der Schnitt beginnt am größten Durchmesser. Mit jedem weiteren Durchgang wird der Durchmesser schrittweise verkleinert und die Position der Musterwelle verändert. Durch diesen Versatz entsteht das Moiré-Muster.

Die beiden farbigen Zifferblattsegmente werden auf einer Geradezugmaschine (Straight Line Engine) der Firma Gudel aus Biel in der Schweiz, Baujahr um 1925, bearbeitet. Diese Maschine arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip: Seitlich eingespannte Musterpatronen werden abgetastet. Mit einer 1,5-mm-Welle entstehen gerade beziehungsweise wellenförmige Linien auf den beiden Zifferblattsegmenten.

Manuelle Fertigungsschritte

Die Arbeit mit den historischen Guillochiermaschinen erfolgt manuell. Drehgeschwindigkeit, Schneiddruck, Schnitttiefe und der Versatz des Musters werden von Hand kontrolliert und erfordern Erfahrung und Konzentration.

Die Bronzeelemente werden zunächst auf einem Kittstock befestigt. Dafür wird Schellack erwärmt, das Werkstück flach ausgerichtet und in den weichen Kitt gepresst. Nach dem Erkalten hält der Kitt das Werkstück in Position.

Nach der Guillochierung wird das Werkstück erwärmt, vom Kitt gelöst und gereinigt. Anschließend erfolgt die Farbgebung.

Farbgebung

Die guillochierten Komponenten werden auf zwei Arten modifiziert.
Das Basiszifferblatt wird in einem elektrolytischen Bad galvanisch veredelt, wobei eine dünne Metallschicht auf der Oberfläche abgeschieden wird. Dieser Prozess wird als Rhodinieren bezeichnet und führt zu einem Farbwechsel. Die galvanische Schicht folgt den Vertiefungen und Linien des Guilloches.

Andere Teile des Zifferblatts werden mit transparentem Lack in Blau und Gelb überzogen. Dadurch entsteht ein Zusammenspiel aus Farbe, Licht und Schatten, das die handgeschnittene Struktur hervorhebt.

Limitierung und Verfügbarkeit

Die GRAND GUILLOCHE ONE wird auf 30 Exemplare limitiert. Mehr als die Hälfte der Auflage ist bereits vorreserviert.

Die Zusammenarbeit von Jochen Benzinger und Alexander Shorokhov verbindet zwei unterschiedliche Ansätze der Uhrmacherkunst. Beide verbindet das Ziel, traditionelle Handwerkskunst zu bewahren und mit einer eigenen Designsprache zu verbinden.

Ein Behind-the-Scenes-Video gibt Einblicke in die Entstehung der GRAND GUILLOCHE ONE und die Handguillochierung.

 

Für Vorreservierungen oder weitere Informationen: salesmanager@alexander-shorokhoff.de

 

Über die Uhrenmanufaktur ALEXANDER SHOROKHOFF

Seit inzwischen etwas über 30 Jahren hat sich die familiengeführte Uhrenmanufaktur ALEXANDER SHOROKHOFF in Deutschland, genauer in Alzenau, Bayern, etabliert. Mit großem Anspruch an Qualität, handwerklicher Kunst und außergewöhnlichem Design kreiert Alexander Shorokhov Uhren, die nicht nur als Zeitmesser, sondern als „Kunst am Handgelenk“ aus der Masse herausstechen. Die Manufaktur ist Mitglied des Verbandes der Deutschen Uhrenindustrie.

 

 

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