Mit der aktuellen Ausführung der Patria rückt Tutima Glashütte zwei zentrale Gestaltungs- und Materialelemente in den Fokus: ein hellblaues Zifferblatt mit markanter Tiefenstruktur sowie ein hochglanzpoliertes Gehäuse aus Titan Grade 5. Das Ergebnis ist eine klassische Dreizeigeruhr, die traditionelle Uhrmacherkunst mit moderner Leichtigkeit verbindet.
Titan Grade 5: Hightech-Werkstoff mit Komfortfaktor
Das 41 Millimeter große Gehäuse besteht aus Titan Grade 5. Der Werkstoff gilt als besonders widerstandsfähig, korrosionsbeständig und zugleich deutlich leichter als Edelstahl. Darüber hinaus ist Titan hautfreundlich und bietet einen hohen Tragekomfort – ein entscheidender Faktor im täglichen Gebrauch.
Die klar reduzierte Gehäusearchitektur unterstreicht den puristischen Anspruch des Modells. Frontseitig schützt ein bombiertes, entspiegeltetes Saphirglas das Zifferblatt, während ein Saphirglasboden den Blick auf das fein dekorierte Manufakturwerk freigibt. Mit einer Höhe von 11,2 Millimetern bleibt die Uhr ausgewogen proportioniert.
Hellblaues Zifferblatt mit dreidimensionaler Struktur
Visueller Mittelpunkt ist das hellblaue Zifferblatt. Eine dreidimensionale Pyramidenstruktur erzeugt ein facettenreiches Rautenmuster, das je nach Lichteinfall unterschiedliche Nuancen hervorbringt. So entsteht ein lebendiges Wechselspiel aus Licht und Schatten, das dem Zifferblatt eine spürbare Tiefe verleiht.
Applizierte, diamantierte Indizes sowie im Haus gefertigte, von Hand vollendete Zeiger setzen präzise Akzente. Die mit Super-LumiNova belegten Elemente leuchten bei Dunkelheit blau nach und greifen damit das Farbkonzept harmonisch auf. Eine fein gerillte Kleine Sekunde und eine außenliegende Minuterie sorgen für eine klare, ausgewogene Gestaltung.
Manufakturkaliber mit Glashütter Handschrift
Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Tutima 617, das in aufwendiger Handarbeit im Glashütter Atelier gefertigt wird. Das Werk besteht aus 171 Einzelteilen und verfügt über eine Gangreserve von mindestens 65 Stunden nach Vollaufzug.
Charakteristische Merkmale der Glashütter Feinuhrmacherei prägen die Konstruktion:
- Dreiviertelplatine mit Streifenschliff
- Handanglierte Fasen
- Rubinlager, teils in verschraubten Goldchatons
- Durchbrochener Unruhkloben
- Rückerloses Schwingsystem mit handgebogener Breguet-Spirale
- Schraubenunruh mit Regulierschrauben
Mit einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz) steht das Kaliber für Präzision und traditionelle Mechanik. Das bewusste Aufziehen per Hand wird durch ein fein verzahntes, rückführendes Gesperr sowie eine ergonomisch profilierte Krone unterstützt.
Tragekomfort und Ausstattung
Abgerundet wird die Patria 6612-11 durch ein graphitgraues Schafslederarmband mit Titan-Dornschließe. Das fein gegerbte, handgenähte Band ist geschmeidig und sorgt in Kombination mit den geschwungenen Bandanstößen für hohen Tragekomfort.

Technische Daten im Überblick
- Modell: Patria 6612-11
- Werk: Handaufzugskaliber Tutima 617
- Gangreserve: mindestens 65 Stunden
- Funktionen: Stunde, Minute, Kleine Sekunde
- Gehäuse: Titan Grade 5, poliert
- Durchmesser: 41 mm
- Höhe: 11,2 mm
- Wasserdichtigkeit: 5 atm
- Glas: Bombiertes Saphirglas, entspiegelt, Sichtboden aus Saphirglas
- Zifferblatt: Hellblau mit Pyramidenstruktur
- Armband: Schafsleder graphitgrau, Titan-Dornschließe
- Preis: 8.600 Euro
Moderne Leichtigkeit mit klassischer Substanz
Die Kombination aus hellblauem Strukturzifferblatt und Titan Grade 5 verleiht der Patria eine eigenständige, moderne Ausstrahlung. Gleichzeitig bleibt sie in Konstruktion und Werk klar der Glashütter Tradition verpflichtet.
So entsteht ein Zeitmesser, der gestalterische Frische mit handwerklicher Tiefe verbindet – und Leichtigkeit nicht nur optisch, sondern auch haptisch erlebbar macht.

Über Tutima Glashütte
Die Geschichte von Tutima beginnt 1927 im sächsischen Glashütte, dem Herz der deutschen Uhrmacherkunst. Der Name „Tutima“ stammt vom lateinischen tutus – „sicher“ – und steht seit jeher für zuverlässige Zeitmesser. Berühmt wurde die Marke insbesondere durch ihre Fliegerchronographen in den 1940er Jahren, die als Dienstuhren der Luftwaffe eingesetzt wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Tutima wie viele andere Glashütter Betriebe schließen. Doch der Neuanfang gelang im niedersächsischen Ganderkesee, wo die Marke fortgeführt wurde – mit dem gleichen Anspruch an technische Exzellenz und Langlebigkeit.
2008 kehrte Tutima schließlich in seine historische Heimat Glashütte zurück – mit einer eigenen Manufaktur und selbst entwickelten Kalibern. Heute steht die Marke für hochwertige mechanische Uhren, die Funktionalität und klassische Gestaltung verbinden – von professionellen Fliegeruhren bis zu eleganten Manufakturmodellen.
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