LANG & HEYNE Friedrich III. Gangreserve: 25 Jahre Manufakturgeschichte und ein neues Kaliber
LANG & HEYNE Friedrich III. Gangreserve: 25 Jahre Manufakturgeschichte und ein neues Kaliber

LANG & HEYNE Friedrich III. Gangreserve: 25 Jahre Manufakturgeschichte und ein neues Kaliber

Zum 25-jährigen Bestehen präsentiert die sächsische Uhrenmanufaktur LANG & HEYNE die Friedrich III. Gangreserve. Die auf 25 Exemplare limitierte Edition ist mit dem neuen Handaufzugskaliber VI-II ausgestattet, welches auf dem Caliber VI basiert. Eine eigens entwickelte Gangreserveanzeige ergänzt die bestehende Uhrwerksarchitektur um eine praktische Funktion, die über ein zusätzliches Differentialgetriebe realisiert wird.

Friedrich III. Gangreserve Roségold

Friedrich III. Gangreserve zum 25-jährigen Jubiläum

Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 steht LANG & HEYNE für die Verbindung von traditioneller Uhrmacherkunst, eigener Fertigung und zeitgemäßer Konstruktion. Zum 25-jährigen Bestehen stellt die Manufaktur nahe Dresden eine besondere Ausführung der Friedrich III. vor. Die limitierte Edition erweitert das bekannte Caliber VI um eine Gangreserveanzeige und verbindet damit technische Weiterentwicklung mit dem charakteristischen Design der Modellreihe.

Das neue Handaufzugswerk trägt die Bezeichnung LH Caliber VI-II. Seine zusätzliche Funktion basiert auf einem Differentialgetriebe, das zwei unabhängige Drehbewegungen zusammenführt: die Bewegung des Sperrrads beim Aufziehen und die des Federhauses während des Ablaufs der Uhr. Die daraus resultierende Differenz wird auf die Zeigerachse übertragen und ermöglicht die Anzeige der verbleibenden Gangreserve.

Handaufzugswerk LH Caliber VI-II

Technische Innovation: Das Differentialgetriebe des Caliber VI-II

Die Integration der Gangreserveanzeige in das 33,5 Millimeter große Handaufzugswerk stellte die Konstrukteure vor besondere Herausforderungen. Das Differentialgetriebe ist unter einem eigenen Kloben gelagert und greift nicht in den übrigen Aufbau des Werks ein.

Differentialgetriebe des Caliber VI-II

Technisch wird die Mechanik durch zwei kronverzahnte Räder realisiert, die in ein Satellitentrieb auf der Anzeigewelle eingreifen. Aufzugs- und Ablaufbewegung werden dadurch zusammengeführt und über eine weitere Übersetzung auf die Zeigerachse übertragen.

Gangreserve-Anzeige der Platin-Version der Friedrich III. Gangreserve

Die Konstruktion ermöglicht eine klassische Gangreserveanzeige, deren Funktion über die reine Information zur verbleibenden Laufzeit hinausgeht. Sie soll an das rechtzeitige Aufziehen erinnern und dabei helfen, den Vollaufzug zu erkennen. Damit greift LANG & HEYNE einen Gedanken auf, der auch bei historischen Seechronometern eine Rolle spielte.

Präzision bei Konstruktion und Montage

Die Umsetzung des Differentialgetriebes in einem vergleichsweise kompakten Handaufzugswerk erforderte besondere Aufmerksamkeit bei der Konstruktion und Justierung. „Es gibt wenig Raum zum Federhaus, daher müssen die Triebe klein sein“, erklärt Entwicklungsleiter Jens Schneider. Auch die Montierbarkeit und Einstellbarkeit seien aufgrund der zahlreichen Toleranzen wichtige Aspekte.

Differentialgetriebe

Das Differentialgetriebe wird lediglich mitgenommen und steht nicht unter Kraft. Seine Präzision hängt daher insbesondere vom Spiel in den Verzahnungen ab. Bei einer Umkehr der Drehrichtung darf sich der Anzeiger nicht verzögert oder ruckartig bewegen. Vor der Montage des Zifferblatts wird die abgespannte Uhr aufgezogen und der Lauf des Anzeigerads kontrolliert, um die korrekte Einstellung zu überprüfen.

Gangreserveanzeige mit praktischem Nutzen

Nach Angaben von LANG & HEYNE dient die Gangreserveanzeige nicht allein der Information. Eine gleichmäßigere Kraftabgabe der Zugfeder bei rechtzeitigem Aufziehen kann die Ganggenauigkeit unterstützen. Gleichzeitig hilft die Anzeige, den Vollaufzug optisch zu erkennen, was die Bauteile beim Aufziehen schonen soll.

Friedrich III. Gangreserve Roségold

Das Caliber VI-II verfügt über keinen Ablaufstop. Ist die Gangreserve aufgebraucht, läuft das Werk bis zum Stillstand weiter. Diese Eigenschaft wird auch bei der Gestaltung der Gangreserveskala berücksichtigt: Statt eines festen Nullanschlags kommt eine abgestufte Punktreihe zum Einsatz.

LH Caliber VI-II: Die technischen Daten

Das neue Manufakturkaliber arbeitet mit Handaufzug und bietet eine Gangreserve von 55 Stunden. Es misst 33,5 Millimeter im Durchmesser und ist 4,9 Millimeter hoch. Die Frequenz beträgt 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, entsprechend 2,5 Hz.

Das Uhrwerk besteht aus 174 Bauteilen und verfügt über 27 Rubine sowie einen Diamanten mit Brillantschliff. Zu den handwerklichen Details gehören ein handgravierter Unruhkloben und die Gravuren „One of 25“, „FIII-Reserve“ sowie „LANG & HEYNE Dresden“.

Zifferblatt und Gehäuse

Das dreiteilige, flach polierte Keramikzifferblatt erhält durch eine mittig platzierte, Givreé-veredelte Zierplatte einen zusätzlichen gestalterischen Akzent. Die Zierplatte ist farblich auf das jeweilige Gehäusematerial abgestimmt.

Keramikzifferblatt mit einer farblich auf das jeweilige Gehäusematerial abgestimmten Givreé-veredelten Zierplatte.

In die Keramik sind römische Ziffern graviert, die mit schwarzem und rotem beziehungsweise blauem Lack ausgefüllt werden. Breite Birnenzeiger ergänzen das klassische Erscheinungsbild. Die Anzeige von Stunden und Minuten wird durch eine große dezentrale Sekunde und die Gangreserveanzeige ergänzt.

Das Gehäuse ist ausschließlich in 18 Karat Roségold oder Platin 950 erhältlich. Mit einem Durchmesser von 39,2 Millimetern und einer Höhe von 10,5 Millimetern besitzt die Uhr kompakte Abmessungen. Saphirglas auf der Vorder- und Rückseite, eine beidseitige Entspiegelung sowie eine Wasserdichtigkeit bis 3 bar gehören zur Ausstattung.
Ein Alligatorlederband mit Dornschließe rundet die Ausführung ab.

Verfügbarkeit und Preis

Die Friedrich III. Gangreserve ist seit dem 21. September 2026 erhältlich. Bestellungen sind laut Hersteller ab sofort möglich. Je nach Nachfrage können erste Auslieferungen bereits im vierten Quartal 2026 erfolgen.

Die Preise betragen:

  • 58.900 € in 18 Karat Roségold
  • 63.500 € in Platin 950

Die Preise verstehen sich exklusive lokaler Steuern. Die Edition ist auf 25 Exemplare begrenzt.

 

Herkunft und Tradition

Der Name Friedrich III. verweist auf den Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen, der ab 1349 die väterlichen Länder regierte und das wettinische Erbe festigte. LANG & HEYNE verbindet diese historische Referenz mit der eigenen Herkunft: Dresden und einer Kultur aus Kunst, Handwerk und Präzision.

Friedrich III. Gangreserve Platin

Mit der Friedrich III. Gangreserve verbindet LANG & HEYNE das 25-jährige Bestehen der Manufaktur mit einer technischen Weiterentwicklung des Caliber VI. Die Gangreserveanzeige ergänzt das Handaufzugswerk um eine Funktion, die sowohl der Information als auch dem bewussten Umgang mit dem Aufziehen dient.

Friedrich III. Gangreserve

Die limitierte Auflage von 25 Exemplaren wird durch die Gravur „One of 25“ dokumentiert. In Verbindung mit dem handgravierten Unruhkloben und der Fertigung in zwei Edelmetallausführungen steht die Friedrich III. Gangreserve für eine besondere Ausführung der Modellreihe.

 

 

Über 

LANG & HEYNE ist eine unabhängige Manufaktur für mechanische Uhren, die 2001 gegründet wurde. Das Unternehmen verbindet sächsische Uhrmachertradition mit eigener Konstruktion, Fertigung und Finissierung. Mehr als 90 Prozent der Komponenten der Manufakturkaliber entstehen nach Herstellerangaben im eigenen Haus.

Die Uhren werden in Kleinserie gefertigt und verbinden handwerkliche Bearbeitung mit einer eigenständigen Gestaltung. Dabei steht die Entwicklung mechanischer Zeitmesser im Mittelpunkt, die traditionelle Fertigungstechniken mit zeitgemäßer Konstruktion verbinden.

 

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