Der traditionsreiche Thüringer Hersteller UMF Ruhla (heute unter dem Dach der Uhrenwerke Ruhla) präsentierte auf der Inhorgenta mehrere Neuheiten, die historische Wurzeln mit moderner Technik verbinden. Einen gestalterisch eigenständigen Akzent setzt dabei die Colani Serie, deren Formensprache auf Entwürfe des bekannten italienischen Designers Luigi Colani zurückgeht und mit ihren organischen Linien bewusst an futuristische Designkonzepte anknüpft.
Die Kollektion greift Colanis charakteristische Formensprache auf, das zweistufig aufgebaute, teilweise skelettierte Zifferblatt verleiht den Modellen zusätzliche Tiefe und unterstreicht den technischen Charakter der Uhren.
Das dreiteilige Edelstahlgehäuse misst 43 Millimeter im Durchmesser, verfügt über eine verschraubte Krone und ist bis 10 bar wassergeschützt. Kratzfestes Saphirglas sowie ein ebenfalls verglaster Gehäuseboden erlauben den Blick auf das Automatikwerk Seiko NH35A, dessen Rotor mit einem Colani-Logo versehen ist. Für gute Ablesbarkeit sorgen mit Leuchtmasse belegte Stunden- und Minutenzeiger. Getragen werden die Uhren an handgearbeiteten, geflochtenen Kalbslederbändern, die den individuellen Charakter der Modelle unterstreichen.
Ein weiteres Modell widmet sich der eigenen Unternehmensgeschichte: Im Inneren arbeitet das historische UMF Kaliber 13, ein originales Quarzwerk aus den Uhrenwerken Ruhla zur Zeit der DDR.

Diese sogenannten NOS-Bestände (New-Old-Stock) wurden über Jahrzehnte eingelagert, geprüft und nun erstmals wieder in neuen Uhren verbaut. Das 42 Millimeter große Edelstahlgehäuse im Retrodesign verfügt über ein gewölbtes Saphirglas und einen gravierten Sichtboden, der den Blick auf das historische Werk freigibt.


Für Liebhaber mechanischer Raritäten greift die Marke zudem ein ikonisches Konzept der 1970er Jahre auf: die digitale Scheibenuhr mit springender Stunde („Jumping Hour“).
Die Neuinterpretation bleibt dem historischen Erscheinungsbild treu, wird jedoch von einem modernen Automatikwerk angetrieben. Im Inneren arbeitet das UMF 24‑34‑2 mit 26 Lagersteinen, einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und einer Gangreserve von rund 36 Stunden.
Als technisch anspruchsvollstes Modell der Präsentation zeigte sich der streng limitierte Automatik-Chronograph 1818-4, der weltweit auf 50 Exemplare begrenzt ist.
Angetrieben wird er von einem Original ETA Valjoux 7750, dem wohl bekanntesten Chronographenkaliber der Branche.
Ein grün schimmerndes Zifferblatt mit kontrastreichen Totalisatoren und orangefarbenen Akzenten verleiht dem 42 Millimeter großen Edelstahlmodell eine sportliche Retro-Racing-Optik.
Mit der Kampfschwimmer 1958M-5 stellte UMF Ruhla zudem eine besonders leistungsfähige Taucheruhr vor. Das Modell orientiert sich thematisch an militärischen Einsatztauchern und ist konsequent auf extreme Bedingungen ausgelegt. Das 44 Millimeter große Edelstahlgehäuse ist bis zu 200 bar (2.000 Meter) wasserdicht und verfügt über ein integriertes Heliumventil, eine verschraubte Krone sowie eine einseitig drehbare Keramiklünette.
Für optimale Ablesbarkeit sorgt ein vollständig fluoreszierendes Zifferblatt, das in zwei Varianten – Gelb oder Grün – erhältlich ist und auch bei schlechten Lichtverhältnissen klare Orientierung bietet. Im Inneren arbeitet das einzigartige ETA 2826-2 mit Großdatumsanzeige.
Ergänzt wird die Ausstattung durch ein massives Edelstahlband mit Taucherverlängerung sowie ein zusätzliches Silikon-Taucherband. Jede Farbvariante ist weltweit auf 50 Exemplare limitiert.
Ein weiteres bemerkenswertes Modell präsentierte UMF Ruhla mit der UMF‑Ruhla NVA Kampfschwimmer Prototyp, einer limitierten Taucheruhr, die ein nahezu unbekanntes Kapitel deutscher Uhrengeschichte aufgreift. Das Modell orientiert sich an einem Entwurf aus den 1980er-Jahren, der ursprünglich für militärische Einsatzzwecke entwickelt wurde. Damals benötigten die Kampfschwimmer der Nationalen Volksarmee eine Uhr, die unter Wasser, bei schlechten Sichtverhältnissen und unter extremen Belastungen zuverlässig funktionierte.
Die Neuauflage greift den markanten Prototyp-Entwurf mit seinem auffälligen orangefarbenen Zifferblatt auf. Die kräftige Farbgebung dient dabei nicht nur der Optik, sondern vor allem der optimalen Ablesbarkeit. Großzügig eingesetzte Super‑LumiNova auf Zifferblatt, Indizes und Zeigern sorgt für hervorragende Sichtbarkeit, auch bei Dunkelheit und unter Wasser. Ergänzt wird das funktionale Design durch eine keramische Drehlünette mit 120 Rastungen.
Im Inneren arbeitet das bewährte Automatikwerk Seiko NH35A. Das massive Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser, verfügt über eine verschraubte Krone und ist bis 20 bar wasserdicht.
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